Ubisoft behauptet nicht länger, dass Monetarisierung 'mehr Spaß' bringt
Ubisoft streicht eine kontroverse Aussage zu Mikrotransaktionen aus dem aktuellen Geschäftsbericht. Der Konzern behauptet nicht länger, dass In-Game-Käufe den Spielspaß erhöhen. Zudem warnt der Publisher vor den Risiken sehr langer Entwicklungszyklen.
Konkret hieß es im letzten Bericht, dass In-Game-Käufe den Spielern erlauben, ihre Avatare zu personalisieren oder schneller im Spiel fortzuschreiten, was den Spielspaß erhöhe. In der neu veröffentlichten Version des Dokuments fehlt der viel kritisierte Satz jedoch komplett. Das Unternehmen hält zwar weiterhin an seinen digitalen Shops fest, verzichtet aber auf eine derartige Rechtfertigung der Mechaniken.
Wie GameFile berichtet, zeigt der Bericht noch weitere Anpassungen. Neben dem Wegfall der Aussage zur Monetarisierung warnt die Unternehmensführung nun vor den Gefahren zu langer Entwicklungszyklen. Wenn Spiele zu spät auf den Markt kommen, schwinde das Interesse der Zielgruppe.
Zudem bestehe laut dem Dokument das Risiko, dass späte Veröffentlichungen nicht mehr den aktuellen Marktstandards in einem stark umkämpften Umfeld entsprechen. Im Vorjahr lag der Fokus der Risikobewertung noch auf unfertigen Spielen, die zu früh erscheinen. Der neue Standpunkt spiegelt die aktuellen Herausforderungen des Publishers wider.
Auch Mobile-Ableger bekannter Marken wie Rainbow Six und The Division starteten laut Unternehmensangaben vom Mai langsam. Gleichzeitig dauere die Entwicklung kommender Fortsetzungen großer Reihen wie Ghost Recon oder Far Cry länger als bei früheren Serienteilen üblich.
Besonders deutlich wird die Problematik bei Projekten, die seit vielen Jahren in der Schwebe hängen. Beyond Good and Evil 2 wurde ursprünglich 2008 angekündigt und 2017 auf der E3 erneut präsentiert. Solche langen Verzögerungen lassen das anfängliche Interesse der Spieler schwinden und erhöhen den Druck auf die Entwickler, ein zeitgemäßes Produkt abzuliefern.
Wie steht ihr zu Mikrotransaktionen in Vollpreisspielen und langen Entwicklungszeiten? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen mit uns unten in den Kommentaren!
Siehe auch:
Kein Spaß durch In-Game-Käufe
Der französische Spieleentwickler Ubisoft hat in seinem aktuellen Geschäftsbericht eine Passage zur Monetarisierung entfernt. Zuvor hatte das Unternehmen in seinen Dokumenten für Investoren behauptet, dass Mikrotransaktionen in Vollpreisspielen das Spielerlebnis verbessern würden. Das sorgte im vergangenen Jahr für Kritik aus der Spielerschaft.Konkret hieß es im letzten Bericht, dass In-Game-Käufe den Spielern erlauben, ihre Avatare zu personalisieren oder schneller im Spiel fortzuschreiten, was den Spielspaß erhöhe. In der neu veröffentlichten Version des Dokuments fehlt der viel kritisierte Satz jedoch komplett. Das Unternehmen hält zwar weiterhin an seinen digitalen Shops fest, verzichtet aber auf eine derartige Rechtfertigung der Mechaniken.
Wie GameFile berichtet, zeigt der Bericht noch weitere Anpassungen. Neben dem Wegfall der Aussage zur Monetarisierung warnt die Unternehmensführung nun vor den Gefahren zu langer Entwicklungszyklen. Wenn Spiele zu spät auf den Markt kommen, schwinde das Interesse der Zielgruppe.
Zudem bestehe laut dem Dokument das Risiko, dass späte Veröffentlichungen nicht mehr den aktuellen Marktstandards in einem stark umkämpften Umfeld entsprechen. Im Vorjahr lag der Fokus der Risikobewertung noch auf unfertigen Spielen, die zu früh erscheinen. Der neue Standpunkt spiegelt die aktuellen Herausforderungen des Publishers wider.
Risiko durch lange Wartezeiten
Ubisoft nennt in dem Dokument keine konkreten Titel, die die neue Warnung ausgelöst haben könnten. Allerdings verweist der Bericht auf sinkende Erwartungen bei Titeln, die ihren optimalen Veröffentlichungszeitpunkt verpasst haben.Auch Mobile-Ableger bekannter Marken wie Rainbow Six und The Division starteten laut Unternehmensangaben vom Mai langsam. Gleichzeitig dauere die Entwicklung kommender Fortsetzungen großer Reihen wie Ghost Recon oder Far Cry länger als bei früheren Serienteilen üblich.
Besonders deutlich wird die Problematik bei Projekten, die seit vielen Jahren in der Schwebe hängen. Beyond Good and Evil 2 wurde ursprünglich 2008 angekündigt und 2017 auf der E3 erneut präsentiert. Solche langen Verzögerungen lassen das anfängliche Interesse der Spieler schwinden und erhöhen den Druck auf die Entwickler, ein zeitgemäßes Produkt abzuliefern.
Wie steht ihr zu Mikrotransaktionen in Vollpreisspielen und langen Entwicklungszeiten? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen mit uns unten in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ubisoft streicht umstrittene Aussage über In-Game-Käufe aus Bericht
- Zuvor hieß es, Mikrotransaktionen würden den Spielspaß verbessern
- Der Publisher hält zwar an Shops fest, verzichtet aber auf Ausreden
- Die Firmenleitung warnt nun zusätzlich vor zu langen Entwicklungen
- Späte Veröffentlichungen drohen das Interesse der Spieler zu verlieren
- Projekte wie Beyond Good and Evil 2 hängen schon seit Jahren in der Luft
Siehe auch:
- Nach Flugzeugabsturz: Spielebranche trauert um Ubisoft-Co-Gründer
- Ubisoft droht nächstes Debakel: AC Invictus fällt bei Playtest durch
- Assassin's Creed: Ubisoft soll schon an Remake des nächsten Teils sitzen
- Nach Assassin's Creed und Prince of Persia: Ubisoft killt nächstes Spiel
- Assassin's Creed Black Flag: Ubisoft teilt Termin für Remake-Enthüllung
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